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Wissenschaftlicher Geflügelhof: Neue Kooperation mit Universität und Züchtern

Rhein-Kreis Neuss. Der Wissenschaftliche Geflügelhof am Kreislandwirtschaftsmuseum in Sinsteden will die Koordination von Lehre und Forschung vorantreiben. Eine Zusammenarbeit mit der Universität Bonn, dem Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter, der Stiftung für Geflügelwissenschaft und dem Rhein-Kreis Neuss soll dies ermöglichen. Das Bruno-Dürigen-Institut am Wissenschaftlichen Geflügelhof initiierte die Kooperation von Universität, privaten Züchtern und öffentlicher Hand mit dem Ziel, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu realisieren. Jetzt wurde der Vertrag unterzeichnet.

Die traditionell gute Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen wird mit der Kooperation formal gestützt. Sie intensiviert die universitäre Lehre und Ausbildung von Studenten. Dies gilt sowohl für den Standort Sinsteden, den künftig auch Bonner Studenten als Forschungsstätte nutzen können, als auch für die Universität Bonn, in deren Räumlichkeiten die Geflügelforschung wieder verstärkt im Rahmen von Modulen vertreten sein wird.

Professor Dr. Karl Schellander, Leiter der Arbeitsgruppe „Tierzucht und Tierhaltung“ am Institut für Tierwissenschaften der Universität Bonn: „Mit der Kooperation können wir eine Forschungslücke schließen und mit Fachexpertise besetzen.“ Dass diese Expertise aus Sinsteden kommt, hat gute Gründe. Über das Kompetenznetzwerk „Nutztierforschung“, dem neben den zuständigen Bundesministerien für Landwirtschaft und für Wissenschaft auch die beiden Institute angehören, bestand seit Jahren ein intensiver Kontakt.

Das Bruno-Dürigen-Institut am 2004 eröffneten Wissenschaftlichen Geflügelhof ist und bleibt eine unabhängige Forschungsstätte, die allen am Rassegeflügel interessierten Wissenschaftlern offen steht. Das Konzept beleben Dr. Inga Tiemann und Dr. Mareike Fellmin, gemeinsame Leiterinnen des Instituts. „Von verschiedenen nationalen und internationalen Universitäten kommen Wissenschaftler zu uns, um mit der Vielfalt der Geflügelrassen forschen zu können. Schwerpunkt ist die Verhaltensforschung“, so die Fachfrauen.

Der wissenschaftliche Austausch ist ein grundlegender Baustein des Konzepts, mit dem der Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) den Wissenschaftlichen Geflügelhof gegründet hat. „Initialzündung war das wachsende Verständnis, Haus- und Nutztiere tierschutzgerecht zu halten und zu züchten. Hier besitzt der Wissenschaftliche Geflügelhof gleichermaßen Kontroll- wie Vorbildfunktion“, berichten BDRG-Präsident Christoph Günzel und seine Geschäftsführerin Elke Bretzigheimer. Gemeinsam mit der Stiftung für Geflügelwissenschaft engagieren sich die deutschlandweit 150 000 Rassegeflügelzüchter nicht nur ideell für die gute Sache, sondern auch finanziell. Die Kooperationsvereinbarung läuft vorerst bis März 2018. Das Gesamtfördervolumen beträgt rund 500 000 Euro.

Die Wissenschaftler des Bruno-Dürigen-Instituts stehen im engen Kontakt sowohl zum Veterinär-, als auch zum Schulamt des Rhein-Kreises Neuss. „Wir sind immer erpicht darauf, wissenschaftliche Einrichtungen in den Kreis zu holen“, so der für Umwelt und Veterinärwesen zuständige Dezernent Karsten Mankowsky. „Wir können stolz sein auf diese einmalige Forschungseinrichtung und begrüßen das universitäre Engagement“, ergänzt Schuldezernent Tillmann Lonnes. Der Rhein-Kreis Neuss, einst Stifter des Grundstücks, unterstützt die Arbeiten vor Ort. So konnte etwa die „Lernwelt Sinsteden“, eine Einrichtung für außerschulische Lernmöglichkeiten rund um Geflügel und Landwirtschaft, ins Leben gerufen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Thilo Zimmermann  
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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